Der menschliche Körper steht im Zentrum des Werkes des spanischen Künstlers César Orrico (geb. 1984 in Logroño). Man sieht seinen bis ins feinste Detail ausgearbeiteten Bronzeskulpturen nicht nur die akribische Beschäftigung mit der Anatomie des Menschen an, sondern auch die Auseinandersetzung mit Kunst, Mythen und Göttern der Antike. Dabei bleibt der Künstler aber nicht bei der oberflächlichen Nachahmung antiker Formen, sondern taucht gemeinsam mit seinen Figuren tief ein in die Geschichten und Rituale aus dem griechischen und römischen sowie dem nordisch-keltischen Altertum und deutet sie neu. Seine meist introvertierten Charaktere transportieren auf eine sehr sinnliche Weise die Idee des „Numen“, des göttlichen Funkens, etwas Ungreifbarem, Übernatürlichem das in der Welt wirkt.
Bei diesem Rundgang werden wir den Figuren von César Orrico begegnen und auch ihr Zusammenspiel mit den gusseisernen Objekten der Dauerausstellung erleben, die sich vielfach ebenfalls auf die Antike beziehen.
Erwachsene
Almut Rix
Landesmuseen SH
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60 min.