César Orrico
Numen
Mit der Ausstellung Numen präsentiert das Eisenkunstguss Museum erstmals in Deutschland Arbeiten des international aufstrebenden spanischen Bildhauers César Orrico. 20 Bronzeskulpturen verschiedener Formate treten in einen Dialog mit den Objekten der Dauerausstellung und machen erlebbar, wie mythische Bildwelten bis heute in unser Denken hineinwirken.
César Orrico, geboren 1984 in Logroño, verbindet in seinen Skulpturen die Tradition klassischer Bildhauerei mit einer zeitgenössischen Formensprache. Zentrales Thema des Künstlers ist der menschliche Körper. Mit großer anatomischer Genauigkeit gestaltet, präsentieren sich seine Figuren in intensiver Bewegung oder sensueller Spannung. Gleichzeitig strahlen sie, besonders durch ihren Gesichtsausdruck, eine Ruhe und meditative Kraft aus, die eine emotionale und beinahe mystische Wirkung entfaltet.
Dieses Spannungsfeld überträgt Orrico auch in die Auswahl und Kombination von Materialien: Bronze, Holz und Marmor unterstützen unterschiedliche Ansprüche an Körperlichkeit, Ausdruck und Bewegung.
„Riten und Bräuche alter Kulturen und
die Verbindungen zwischen Gesellschaften aus verschiedenen Epochen
faszinieren mich.“ César Orrico
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl seiner Arbeiten in Bronze, in denen sich der Künstler mit mythischen Motiven, archaischen Ritualen und Naturphänomenen auseinandersetzt. Mythologie versteht er dabei nicht als etwas Vergangenes, sondern als einen lebendigen Teil unserer heutigen Denk- und Vorstellungsmuster. Immer wieder greift Orrico auf Bezüge zur Antike zurück und schlägt so eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Der in Spanien vielbeachtete Künstler César Orrico hat in den letzten Jahren zunehmend internationale Anerkennung gefunden und wurde mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den renommierten spanischen Königin Sofía Kunstpreis in Madrid.
Die nächsten Termine der Ausstellung
Köln, in der Gegenwart. Medusa lebt. Jahrtausendelang musste sie sich vor den Göttern und Menschen verstecken. Sie hat es satt, das Monster ihrer eigenen tragischen Geschichte zu sein, und wagt das Undenkbare: Sie stellt Poseidon und Athene, die Götter des Olymps, die sie zum Monster gemacht haben, vor ein internationales Göttergericht. Dieser unerhörte Vorfall sorgt unter den Unsterblichen dieser Welt für einen Aufruhr, denn Medusa ist nicht die Einzige, die etwas zu sagen hat gegen die Ungerechtigkeiten der Götterwelt...
Die Ausstellung „César Orrico. Numen“ (MEHR...) nehmen wir zum Anlass uns mit dem Schicksal von Medusa zu beschäftigen. Das Haupt der Medusa ist fester Bestandteil unserer Dauerausstellung und so freuen wir uns besonders auf die Lesung von Lucia Herbst, die Medusas Geschichte zu uns in die Gegenwart holt. Ähnlich wie der spanische Künstler César Orrico greift sie dazu den antiken Mythos auf, interpretiert ihn neu und gibt Medusa die Chance aus ihrer Opferrolle herauszutreten.
Mit Büchertisch von der Coburg'schen Buchhandlung!
Erwachsene, Jugendliche, Senioren, Studierende
Autorin Lucia Herbst
Landesmuseen SH
+49 (0) 4331 43370 22, service@landesmuseen.sh
12 € / erm. 6 € (Freundeskreis)
Der menschliche Körper steht im Zentrum des Werkes des spanischen Künstlers César Orrico (geb. 1984 in Logroño). Man sieht seinen bis ins feinste Detail ausgearbeiteten Bronzeskulpturen nicht nur die akribische Beschäftigung mit der Anatomie des Menschen an, sondern auch die Auseinandersetzung mit Kunst, Mythen und Göttern der Antike. Dabei bleibt der Künstler aber nicht bei der oberflächlichen Nachahmung antiker Formen, sondern taucht gemeinsam mit seinen Figuren tief ein in die Geschichten und Rituale aus dem griechischen und römischen sowie dem nordisch-keltischen Altertum und deutet sie neu. Seine meist introvertierten Charaktere transportieren auf eine sehr sinnliche Weise die Idee des „Numen“, des göttlichen Funkens, etwas Ungreifbarem, Übernatürlichem das in der Welt wirkt.
Bei diesem Rundgang werden wir den Figuren von César Orrico begegnen und auch ihr Zusammenspiel mit den gusseisernen Objekten der Dauerausstellung erleben, die sich vielfach ebenfalls auf die Antike beziehen.
Die Führung findet in deutscher Lautsprache statt und wird simultan in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt.
Erwachsene, barrierefreie Angebote
Thekla Kock
Landesmuseen SH
+49 (0) 4331 43370 22, service@landesmuseen.sh
60 min.
4 €
Der menschliche Körper steht im Zentrum des Werkes des spanischen Künstlers César Orrico (geb. 1984 in Logroño). Man sieht seinen bis ins feinste Detail ausgearbeiteten Bronzeskulpturen nicht nur die akribische Beschäftigung mit der Anatomie des Menschen an, sondern auch die Auseinandersetzung mit Kunst, Mythen und Göttern der Antike. Dabei bleibt der Künstler aber nicht bei der oberflächlichen Nachahmung antiker Formen, sondern taucht gemeinsam mit seinen Figuren tief ein in die Geschichten und Rituale aus dem griechischen und römischen sowie dem nordisch-keltischen Altertum und deutet sie neu. Seine meist introvertierten Charaktere transportieren auf eine sehr sinnliche Weise die Idee des „Numen“, des göttlichen Funkens, etwas Ungreifbarem, Übernatürlichem das in der Welt wirkt.
Bei diesem Rundgang werden wir den Figuren von César Orrico begegnen und auch ihr Zusammenspiel mit den gusseisernen Objekten der Dauerausstellung erleben, die sich vielfach ebenfalls auf die Antike beziehen.
Erwachsene
Lindsay Koch
Landesmuseen SH
+49 (0) 4331 43370 22, service@landesmuseen.sh
60 min.
Gefördert von...




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